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Kleine Ästchen von Lärche, Weide, Buche auf dickes doppeltes Aquarellpapier, vorher in manche Astgabeln altes Muttergarn weben für die Wände der Ateliers am Meer. Dorthin, wo meine innere Künstlerin lebt und in sinnliche Untiefen vorstößt. Auf Gerüstplatten liegen, Decken anmalen, Farbspritzer im Gesicht, trotzdem altert man und wird wie Tante Käthe, der immer was wehtat, die mich als Kind haben wollte. Das klappte nicht, dafür ging ihre adoptierte Tochter den Weg am Paradiesbach früh und kaputt.

Michelangelo malte sich als Greis im Kinderstühlchen, ich werfe mich zu den Krokussen auf die Wiese, dass die Eistautröpfchen nur so hochknallen.

Fliegender Teppich

MRT

Die milden Lüfte haben sich verzogen. Ein Junge wurde am Stück vom Krokodil verschluckt. Es ist doch nur ein Zellhaufen. Der uralte Prinz wurde verlegt. Eiskristalle im alten Blechtopf, spitz und durchsichtig. Eine Gattin habe Dienstboten übel behandelt. Ein Brief kam mit `ner Igelgeschichte.(Ein großes Dankeschön in südliche Richtung!) Paprikalyoner wird gerne genommen, Eierlikör im Leinensäckchen ebenso. Osterplätzchen gab es früher nicht, nur ein feinzuckerbestäubtes Lämmchen. Die Dame leidet unter Überkonsum verdammter Schlagzeilen und Mittagsschlafentzug. Die Idee wäre, Nägel in ein Plattbrett zu schlagen, Drähte dazwischen zu spannen und schmale Gipsbindenstreifchen drüber zu hängen. Dabei an München denken.

In grünem Moos später diese bunten Stanniolpapiereierchen…

unerhört

In dieser moosigen Waisenkindersprache müsste ich reden, wollte ich von den Hektikträumen erzählen, tief ins Blaue gehend. Holprige Waldwege mit Würzelchen und Radspurpfützen. Der Kleine wünscht sich ein Meeresforschungsschiff. Nach dem Wechsel der Wasseruhr schoss es braun aus der Leitung, ein Märzwinter ist angekündigt. Die ersten Buntkrokusse legen sich gen braune Erde, man sollte für Zuccinikernchen sorgen. Der kleine Taschentuchbaum hat dunkelrotgrüne Strotzknospen, die Rhabarerpflanze schrunzelt sich hellrotgrün heraus. Ersten Sauerampfer probiert, dem Enkel zieht`s die Derbstiefelchen aus.

Luisa Francia ruft nach einem Aufstand der Lebenslust, könnte ich grad noch so wegstecken. Die Cafes fehlen mir schon lange,inzwischen kann man sich was abholen, oder die Sanftkäsesahne selbst herstellen.

Das Teewasser dampft, im Melonenhemdchen tappse ich munter durch das Altfrauleben.

haute volée

Else

Über alles, was mir widerfuhr, Bücher gelesen, bis zur Sommersprossenplage, die ich nie hatte. Vielleicht ab und zu bisschen Mallorcaakne, das war`s aber auch mit Hautsachen. Saharasandige Sonnenverfinsternis, die des Gemüts bleibt unerwähnt.

Patti Smith will, sobald alles wieder geht, nach Tholey reisen, sich die Gerhard-Richter-Fenster in der Abteikirche ansehen. Laut Interview im Kunstmagazinchen ART, neueste Ausgabe. Ein mir sehr nahestehender Mensch war letzte Woche im Rahmen einer Dienstfahrt dort, doch alles war zu. Lange geht noch nicht alles.

Mein Banalitätenhüpferle findet kaum noch Berichtenswertes. Muss ja auch net.

Vielleicht noch das: ein neues kleines abendliches Ritual: Apfelstückchen in den rötlichen Kräutertee, `ne Art Yogiteebowle…

Vorboten

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