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Bowle

Klagen will ich nicht, hab nach anfänglichen Verzichtsvorhaben doch an zwei Tagen zugeschaut, was dort beim Bachmannpreis zu sehen war, vielleicht auch, um hitzigen Daheimbrütstunden was Intellektuelles drüber zu streuen. Gelungen. Bedingt. Die Juryfetzdiskussionen, wobei mir eine einzige Bemerkung im Sinne blieb, dass nämlich der und der Text von einem Algorithmus geschrieben sein könnte…Tja, das habe ich nun davon…wenn`s weiter nix gibt. Alle waren jung, manche gar leicht unbeholfen, Normalohessejünger nicht dabei, den einzigen älteren habe ich nicht gesehen. Mal sehen, wer morgen gewinnt. Claudia von Sammelmappe (s. Blogroll) war nicht im Publikum, obwohl sie nicht von Düsseldorf geflogen wäre…Mein Gewitterkopf dachte immerzu den Slogan „Denis Scheck nach Klagenfurt“, da habe ich nächtens wohl was missverstanden. Klagenfurt im Traum ist lustig!

Wespentaille

Was lag bei der Mutter rum:

Versteckt unter Sofapolstern die Illustrierte „Quick“ – wir sollten die nicht lesen, und doch erfuhr ich fuchsig großartig erstaunt, so mit 12 oder etwas früher, dass es etwas wie Orgasmus gibt. Danke Quick.

Anders gelagert lagerten da Stapel von Burdaheften, die Schnittmuster für damenhafte Sommerkleider. Die Mutter schneiderte ja. Dazu abonniert eine Hausfrauenzeitschrift namens „Ratgeber für Sie“, oder so ähnlich.

„Jagd und Hund“ war gestapelt beim Großvater. Immer fand das Kind darin etwas zu lesen, es las ja alles.

Bei mir gab es später „Twen“ mit wunderbaren Fotos, „Bravo“ mochte ich eher nicht. Noch etwas später dann die „Courage“, so wahnsinns-anders-fraulich. Die „Emma“ eher nicht.

Studentenheftchen, Schülerzeitungen, das war so dazwischen.

Meine Liebe zu den illustrierten Magazinen hat sich gehalten, auch, wenn ich so einige nur noch online lese über meine Bibliothekskarte.

Geduldsfaden

Pepita

Frühkindliche Bindungsstörungen führen in Süchte. Oder man isoliert sich, fällt sonstwie auf die Lebenskreischschnauze. Kriegt ein Fahrradpedal über die Stirn gezogen oder dem gewesenen Kind wurde die stählerne Essmaschine im Waisenhaus angedroht.

Die Träume derzeit sind anders. Meine Mühlenfreundin vollführt wunderbare Turnübungen in ihrem alten Tanzsaal, oder mir werden herzensliebe Menschen in die dafür empfänglichen Arme geschmissen.

Der Enkel ist entzückt, als wir seine Lieblingslimonade ins Eiswürfelchenfach füllen, stopft sich den Mund voll mit den orangefarbenen Gefrierstückchen, die in wenigen Stunden entstanden sind.

Und dann dieser herrliche Titel eines Buches, das ich gar nicht lesen will:

In der Frittatensuppe feiert die Provinz ihre Triumphe: Thomas Bernhard. Eine kulinarische Spurensuche…

(Autor: Harald Schmidt)

Extravaganz

Krawall

Ringsherum das Entstehen und das Vergehen von Blogs, deren Schirmherrmenschen dafür ihre Gründe haben. Für mich stelle ich fest, dass, je älter mein Hals wird, mir es umso mehr Freude macht, möglichst täglich etwas verlauten zu lassen, vermerken zu können, dass sich eine kleine feine Leserschaft dazu äußert oder auch still dabei ist!

Mit dem Flatter- oder Sehnenhals, das geht automatisch. Auch das Langsamerwerden bei Tätigkeiten wie staubsaugen, rumscheuern, Blumen gießen, Verfolgung banaler Ziele, Gemüse putzen, schmerzendes Gebein einreiben, sich am Rücken kratzen, blühende Kakteen bestaunen, Regenwasser sammeln, innere Informationszentren ausbauen und/oder einzäunen, Überschriften finden, Postkarten schreiben, das Philosophische denken, als seltsam befunden werden, wenn die Wahrheit, dass man noch Strümpfe stopft, zutage tritt, …nicht mehr für alle die mentale Frau Dr. Sommer sein, das ist es!

Samtdicke Vorhänge anbringen, seidige Unterhemdchen tragen, Fenchelsalat mit Rosinen bereiten.

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