You are currently browsing the category archive for the ‘Uncategorized’ category.

Pommern

Eine neue Sportart, ob es ginge, mit Skateboard und Paraglidingschirm eine jetzt ungenutzte Skisprungschanze runter? Man kommt auf so Gedanken.

Nach dem Gartenwandelgießgang mit besonderem Augenmerk auf die frisch gepflanzte Felsenbirne, ein aromatischer Frühkaffee samt Anruf aus der Lieblingsbuchhandlung. Ich solle noch ein wenig Geduld haben, das Buch „Acht Tage mit meiner Mutter“ sei noch nicht da, und überhaupt, lachte Frau Buchladen, sie hätten total viel zu verpacken für den Versand in die Umliegendgemeinden. Wie gut ich das finde.

Der Stinkende Storchschnabel an der Trockenmauer lässt sich zum Glück leicht entfernen. Das Entfalten des Farns steht kurz bevor und auch die Akeleien mit ihren Klosterfarben drängeln fruchtig herum.

Die Werbung für Edelkreuzfahrten ging stark zurück, fällt mir auf, verlässlich jedoch die Poesie der Jugendherbergsteeautomaten, die vorbeifahrenden Motorräder und Cabrios. Als wäre nix. Vielleicht ist ja auch nix!?

Inszenierung

Vor den Fenstern fahren leere Busse hin und her. Gestern Abend veranstalteten die Nachbarn den ersten Hock des Jahres. Mit Beatles, Led Zeppelin und Ramtamtam, es wird gehupt und kurz geplaudert. Im Radio murmelt Tom Waits zum Morgenkaffee, die Winzer außenrum haben gut zu tun. Ich sinniere über Frauen, die mir fehlen: Tochter weg, Mutter weg, Schwester weg, Schwiegertöchter auch, fern die Freundinnen, klar, manche kosten nur ein anderes Leben, melden sich von Zeit zu Zeit, inniger Kontakt ist in bescheidener Form möglich mit dem großen Mal Sehen…Träume vom Pfifferlingsammeln in moosigen Wäldern, vom Buntstiftzeichnen hübscher Topffrisuren, von Kitschgemälden über Katzengeruchssofas, Holzleiterstürzen ostpreußenstämmiger Ziegenschlächter und Katzenandiewandschmeißer, da kannten wir einen, der hielt Kinderhände viel zu lange fest.

Hurtig nun und pudelnackt ein Filmchen über Niederbayern gucken.

Tinnef

Durch den Garten schlendern an Tagen wie diesen. Im Mulm einer alten, lange umgekippten Weide schlafen Schnegel, wir fanden auch ein Teilchen eines vor ungefähr dreißig Jahren vom Patenonkel geschenkten Buchstabenspieles. Das große S. Sausebier, Sprudelbrause, Senckenberghase. Apropo Hase: Der Enkel vermeinte, hinter den Komposthäufen einen orangefarbenen Hasen gesehen zu haben. Wir sahen später die tiefen Gänge, die er gegraben hatte, so vom Nachbarn her und in Richtung Hundegrab.

Da muss was getan werden. Ein Anfang ist gemacht. Ohne Gift, wegen der Igel.

Im Gartenboden springen wüstige Trockenritze auf. Dieser kalifornische Erdbebengraben fällt mir ein, im Geografieunterricht bestaunt. Bei den Reisen nicht reingestürzt.

Frenetisch übermütiges Gelächter klingt aus den Mehrfamiliennestern gegenüber.

Alle Hasen werden grün. –

Taubenschlag

Kugelschreiber eines Jahrgangs geben nix mehr her. Trotzdem bastle ich Stifteköcher aus Orangenmarmeladedöschen oder so, beklebe die mit schönsten Bildern aus Kunstbuchprospekten oder selbstgezeichneten Tuschchaotenschriftbeispielen. Beim Akademikeraldi kosten die um die fünfzehn Euro. Es fallen auch noch ein paar eigenwillige Wortspäne runter, oder kugeln sich in meine Hefte.

Was sinkt, was bleibt an der Wasseroberfläche, Spiele mit dem Enkel, der immer eine halbe Woche hier wohnt. Grad machen sie eine Radtour am Rhein, derweil ich draußen Walnussbaumuntertische frühlingsreif reibe.

Im Traum am frühen Morgen sperrte man mich in eine düstre Kirche ein.-

Hühnergott

schlicht

Archive