You are currently browsing the category archive for the ‘Uncategorized’ category.

Rolltreppe

In südlichen Gefilden, plötzlich um Jahre verjüngt, hörte ich grad diese Reggaefansendung:

http://www.br.de/radio/bayern2/kultur/radioreisen/kreuzfahrt-jamaika-antarktis-florida-100.html

als die Postfrau mir einen sonderbebriefmarkten, handbeschriebenen Umschlag reichte, der zart altmodisch innengefüttert war. Vom Cousinenmann anmutige Zeilen, auf die Rückseite eines großen Frühlingsfachwerkhausfotos geschrieben.

Heute früh wird mir von Lillemor dies Buch empfohlen:

http://lillemorsfrauenliteratur.blogspot.de/2017/04/lesen-macht-klug-und-schoen-1265.html?utm_source=feedburner&utm_medium=email&utm_campaign=Feed:+LillemorsFrauenliteratur+(Lillemors+Frauenliteratur)

und ich muss an meine Mutter denken, wie gutgläubig sie in dieser Richtung war. Hormönchen hier, Stimmungsgleichmacherpillchen da…Überhaupt, die Tablettenfresserei der Frauen, mit bewundernden Augenaufschlägen und Worten wie „Ei, der Herr Doggdor hat`s gesacht!“ verteidigt.

Auf dem Gebiet ist noch so viel in den Wind zu schlagen!

Sekundärliteratur

http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/ttt/videos/nancy-borowick-video-100.html

Grenze des guten Geschmacks

Alles egal.

Der Wind soll weg. Die Kälte erst recht. Mühsam aufgebaute innere Geborgenheitsspeichergoldwärme droht zu weichen. Veilchen duften bodennah, Oleander treiben nicht aus, ducken sich eher, echt mürbtrocken und unfrisch. Ameisenansammlungen wandern zurück zwischen die Altbauernpflastersteine im Hof. Leute sterben vorsorglich, damit es nicht im Hochsommer geschieht.

Leben ist eh spiralförmig zu leben, alles kehrt wieder, nur abgeschwächt oder vergnügungsverändert oder leidangereichert. Freude in Wellen, Erotik auch; wir wälzen uns weniger kleidungslos im lauen Matsch. Der Lehm trocknet einfacher an glatten Körpern. Jetzt übersprühen wir die Faltenzwischenräume mit Herzwarmblickwässerchen, tackern keine Akeleien mehr an Tür und Tor. Maßliebchen, wo find ich dich?

Psychoanalytiker haben endlich dieses „mother hunting“ aufgegeben, ziehen mehr Biochemie in Betracht, neurologisch vermixt. Was haben die oft für ein Scheißleben, ziehen sich wie Bettelheim die Plastiktüte übern Kopf oder werfen mit Sachen.

Lange nicht alles egal. Es geht auch elegant, du Elefant.

Provinz

„Ich weiß, es ist lächerlich, aber immer wenn ich eine Galerie betrete, fühle ich mich verpflichtet, „interessant“ auszusehen.“ Zitat aus einem Sichübermodernekunstlustigmacherbuch!

(Jean-Philppe Delhomme: Zeitgenössische Kunst. liebeskind München 2008)

 

Mal wieder eine Kunstausstellung besucht, allerdings nicht „in echt“, deshalb brauchte ich mir kein interessantes Aussehen zuzulegen, sondern konnnte rumlungernd, aber aufmerksam verfolgen, was sich da tat. Sehr schön war das und hat mich an gute Künstlerinnen erinnert. Link im ersten Kommentar. Lustig fand ich, wie der liebe alte Mann der jungen Frau beim Hängen ihrer Bilder zuschaut, ein Tipp hier, einer da und immer guten Zuspruch geben, als Kurator eben.

Geierwally

Eben eine kleine, lästige, schwarze Blumenerdrauskommfliege mit heißem Teebeutel ermordet, beim Pflaumenkompottjoghurt essen, wobei mir die frühere WG-Genossin einfiel, die sich oft eingelegte Pfläumchen besorgte, mit denen sie es sich wunderbar weich glitschig besorgte. Ich habe es nicht ausprobiert, sie aber ab und zu heftig stöhnen hören.

Nun liegt hier ein Schreibanregbuch für Jugendliche. So eines, das ich selbst gern gehabt hätte früher, das ich nun von allen Seiten untersuche und HABE. Besonders innen, mittenrein immer, Inhaltsverzeichnis gibt es eh nicht. Hinten drauf eine alte Schreibmaschine mit einem Königspudellöwen und drüber ein singendes Vögelein:

Schreib! Schreib! Schreib! – Katarina Kuick Ylva Karlsson. Die kreative Textwerkstatt Beltz & Gelberg Weinheim 2016

Archive