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Tokio

So, gleich noch ein Wort des Tages für morgen. Morgen verreise ich für eine Woche.

Wunderbare oder auch erschreckliche Miniromane, durch „Ich erinnere mich“ angestoßen, findet Ihr hier:

http://www.charmingquark.de/

 

Auf ein gutes Wiederlesen an dieser Stelle!

Wenn ich noch so unerfahren unterwegs wäre und mein Blog mit den niveauvollen Damenliteraturblogs vergliche, könnte ich grün und gelb anlaufen vor Niveauneid, und ich gehe nicht auf die Buchmesse der Eitelkeiten, ich sitze und lese die neu eingetroffene, wunderbare Büchermagazinade namens „Lesart“, später kommt der Mann dazu – Philemon und Baucis – die trinken mit abgespreizten Fingern ihren Fünfuhrtee aus Goldrandtässchen und haben einfache Gespräche.

Der Enkel schaut lange in eine Lampe.

Warum machst du das?  Er: es funktioniert nicht! Ich will rülpsen!

Meine andermalige Erklärung, dass er besser niesen könne, wenn er ins Licht schaue, sollte also noch für andere Lustbarkeiten gelten.

Meine Wollwäsche hängt im Goldlichtgarten, die Bienen suchen die Fetten Hennen auf, letzte Gelbröschen blühen, kurz, man kommt auf andere Gedanken bei diesem provozierenden Heiterschattenerntewetter. Bisschen anders hier beschrieben und mit formidablen Fotos angereichert:

https://fotografieundtext.wordpress.com/

nicht über den Rand malen

Vierzig Jahre Ehe glitten im Hoch- und Niedergewalle dahin, wie dieser unbeständige Sommer. Mal aufautospiegeleibratheiß, mal schlottersaunasaukalt. Vor der Ehe war auch ein Leben, geprägt von Kaltherzsachen und Warmliebkochdünsten. Der Wille zu den Künsten. Immer das Wissen, Menschen im Hintergrund zu haben, die mich auffangen würden in ihrem offenen Haus oder in warmen Zimmern, wenn denn mal gar nichts mehr ginge. Auch heutzutage muss ich mir niemanden suchen auf den Vergißmeinnichtwiesen im Internet. Keine gute Vorstellung, aber für manche vielleicht eine beste Möglichkeit.

Nichtsdestotrotz kenne ich einige einsame Menschen, die aufpassen sollten, nicht in diesen Verbitterungskartoffelsäcken zu verschwinden.

Ist es denn schön, in Doktorenwartezimmern sich in Krankheitsjammergesprächen zu suhlen? Ach, was hab`ich schon noch, zu nichts mehr zu gebrauchen, man sollte mich einschläfern, oder auf die Fußballtrainerbank setzen irgendwo in München, das andere Extrem (hätte ich beinahe gesagt).

Lieber ewig neugierig bunt wie ein Vagabund durch die Lande, die Wohnung, den Garten streben, nicht über Teppichkanten oder Sekttreppchen stolpern, eher über kleine Zeitungsartikel, in denen steht, dass demente Menschen andauernd Sex haben wollen, weil sie sogleich vergessen haben, dass es erst vor kurzem geschah. Die Empfehlung im Artikel: unbedingt zum Arzt gehen und sich beraten lassen. So geht das ja nicht!

Mein Mantra: Es kommen bessere Zeiten!

Sonst geht es wirklich nicht.

Das Beste der Welt

 

Weißt du, was in dieser Welt

Mir am meisten wohlgefällt?

Daß die Zeit sich selbst verzehret

Und die Welt nicht ewig währet.

 

(Friedrich von Logau, 1604 – 1655)

Eierlegende Wollmilchsau

Betrachtung einer Rentenfreizeitfreizeit:

http://www.bzw-weiterdenken.de/2017/10/ausgelernt-noch-lange-nicht/

 

Setzkastenbeitrag, bei dem dies und jenes kundgetan werden kann.

Meine Nachttischlektüre heißt „Das Glück ist ein Vogerl“ (Ingrid Kaltenegger) – ja. Einer hat als Lebensmottomusik „all along the watchtower“ (Jimi Hendrix), verschuldet versehentlich den Tod eines älteren Mannes, wird von seiner Frau auf Lebenshilfeseminare geschleppt, die „The Elevator to Happiness“ heißen, sie haben eine trutschige Teenagertochter und so weiter…es liest sich fein.

Gestern den Enkel in der Schubkarre, die er sich mit Kisschen ausgepolstert hatte, über den Kopfsteinpflasterhof gefahren, auch an dunkle Stellen, er quitschte vor Wackelkuschelvergnügen, zumal er noch `ne Decke über sich hatte. Das ging so einige Runden. Das war schön.

Nach der Oktoberfuchskälte kommt nun ein kleiner Goldherbstsommer auf uns zu, ausgerechnet, wenn ich mit der Schwester ins Land der dunklen Hirsch- und Bisonwälder fahre. Ausschwärmende Shoppingholländerinnen werden wir dorten noch überholen können. Auch unsere Gangarten sind milde geworden, werden uns hoffentlich noch lange in dieser oder wieder flotteren Weise erhalten bleiben. Manche fallen ganz ohne Rollator oder Krückstock in die Gummibärchentorte, oder reißen den Stapel der ollsten Zeitung der Welt im Sturze mit sich.

Den Stapel meiner Mitnehmbücher lege ich grad an, nicht ohne zu bedenken, dass es in Schmallenberg diesen wunderbaren Buchladen gibt, und in der Gegend zwei öffentliche Bücherschränke.

Das Auto meiner Schwester bockt manchmal ein wenig, besonders am Steighügel und sollte deshalb unüberladen bleiben.

Das Mädchen ohne Hände

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