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Öffentliche Bücherschränke

Spott

Der Reisemantel wallt und flattert, diesmal ein paar Tage länger.

 

P A U S E

Laube

Pröbchen

Stilbruch. Experimente in der Überschrift.

Mit dem Linkpflug durch die Blogroll eggen. Jemand rein, wen raus, ein Hin und Her.

Diese von „Theaterliebe“ spricht über ihren berühmten Großvater, dessen Theatersachen ich früher hoch und runter sah:

http://johannaschall.blogspot.com/

Nun schreibe ich gleich dem Limnologen unterm trächtigen Walnussbaum ein paar Worte, nicht nur zur hiesigen Polderwirtschaft.

Ich hätte so gerne einen Treppenlift für die nächtlichen Aufstiege. Da schaut der Herr stets recht zitronig, der alte Fitnesshüpfer.

Wer weiß, vielleicht würde es im Flur unwahrscheinlich laut rumpeln, hupen und quietschen, so ein Ding. Nicht so viel Fernsehheftchenreklame gucken. Lieber nackend zu den Sternen steigen.

Remise

Für nächste Woche sollte ich mir feine Nachthemdchen weben, so mit innen Samt und Schlampenlöchern außen. Wenn ich mich nach Giftpilzmahlzeiten beizeiten krümme und eine Frist die nächste frisst. Jemand wird das zu verhüten wissen, nachdem wir sämtliche Pilzkennbücher aus sämtlichen öffentlichen, uns bekannten Bücherschränken entnehmen. Kundig sind wir längst. Wir lernten es von der Sauerlandmutter.

Wieso schickt meine Hausbank mir Vorschläge, wie mit Geld umzugehen sei nach einer Trennung?

Wieso gibt es Museen für zerbrochene Beziehungen? Jeder Besucher darf entsprechende Artefakte mitbringen. Die stellt man dazu. Eulensammlungen und alte Frühstücksbrettchen, wer weiß.

Jeremias Gotthelf meinte:

„Leute ohne Bildung beharren desto eigensinniger bei ihrem Willen, je weniger sie dafür zu sagen wissen.“

Und den Traumatraum der vergangenen Nacht mit dem Vergewaltigungsschreiner im Holzspanblaumann, den lege ich ins Vergessenskästchen, damit er endlich im verstörten Tagesherz  zu rumoren aufhört.

Witziger ist der Syltporsche mit dem Reetcabriodach. Als es zu regnen beginnt, muss der Schnöselfahrer sich mit den Schilfhalmen sehr beeilen. Ob´s hält?

Das wird im naechsten September sein

 

Wespen reden im Nest am Dach: stirb, sei

sparsam, Weib, im Nest. Rede nicht, sende

Dich. Das Nest immer ins Spaetere weben,

bis er Dich Warme entspannt im See des

Wartens – immer – spaet – bei sich. Denn des

Sperbers Macht ist Dein Weidensamen.

Paris, 8.9.1960

 

(Unica Zürn. In: September. Gedichte. Ausgewählt von Evelyne Polt-Heinzl und Christine Schmidjell. Reclam Stuttgart 2014)

Schmerz

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