Eine Umgestaltung von Körper und Seele findet statt. Kein Wunder, wenn man 1952 geboren ist. Quasi Bilanzanstrengungen und das erworbene Nichtvolkshochschulwissen in entsprechende Herzensregalfächer stecken, räumen, sortieren, lagern. Weniger entfernen, was bei schönsten Momenten und schlimmsten kaum möglich ist. Ewigkeitssekundenkleberstarkhaftung. Das Maikindfest im Dorf, die Ballaballagesänge der halbstarken Nachbarsjungs, Angespucktwerden vom schönsten – hähä, jetzt kriegst du ein Kind von dem – eine lange Liste machen mit so Sachen, das wär`s doch!

Der wilde Gatte möchte Fallschirmspringen. Ach, wie konträr. Doch genau so lebt es sich prima!

Vorteilsnahme

Ach, was haben wir dieses Scheißcaptagon genommen, gestand ich ihr, und mehr…Im Traum eine sehr warmherzige Apothekerin als meine letzte Lebensfreundin gefunden. Sie war noch voll berufstätig und wir saßen in ihrem Büro und erzählten uns das Leben. Eigentlich verliebte ich mich nur in Schreiner oder Holzbauingenieure, doch das hier war was anderes. Ein Döschen Liebesperlen wollte ich kaufen und diesen Satz erklärt bekommen: Kohärenz ist der Spielplatz des beschränkten Geistes.

Nun hatte ich eine neue Freundin und fühlte mich mit ihr grenzenlos wohl.-

Triebfeder

gottverlassen

Einer begeisterte sich mal für ein Ferienhaus in der Hohen Tatra, meinte, wenn man früh am Morgen die Vorhänge oder Fensterläden öffnete, würden da am Wiesenrande schonmal paar Wölfe stehen und gucken. Man schaut zurück und frühstückt dann mit Sender Bratislava oder so.

Drei schöne Bücher grad in loser Reihenfolge oder auch mal durcheinander:

„Gib die Dinge der Jugend mit Grazie auf“ (Elisabeth Moltmann-Wendel)

„Mon Chéri und unsere demolierten Seelen“ (Verena Rossbacher)

„Im Wald, im Holzhaus“ (Michael Krüger)

Offenbarung

Ach ne, so doch nicht. Schwebende Verfahren, nicht in den dicken Küstennebeln von San Francisco geboren, wo ich nie über die zahlreichen Lüftungsgitter laufen wollte. Unser armer Krampfhund Idefix mochte die auch nicht, weigerte sich gar, Metallgittermoderntreppen hochzulaufen.

Gern lese ich in Blogs von Hitzeliebhabern, treffe aber auf fast keine. Manchmal strategisches Kriegsgerede von Kerlen, die tun, als ob. Die gibt es für alle Belange, besonders für Fußball und wie gesagt…

Ein flötendes Reisegewese turnt durch die Lüfte, Apotheken krähen, man benötige für die Reise, was nochmal?

Stiefmutter

Im Traum wollte ich das Speerwerfen lernen, suchte einen Kurs irgendwo, merkte nicht, dass ein junger Speerwerflehrer neben mir saß in diesem Schützenfestzelt, drei scharfe Messer vor sich. Gelächter, Sofortanmeldung bei ihm. Wieder mal ein Zufall.

Die Gedanken an eine bestimmte Kollegin, seit kurzem im Ruhestand, kamen einfach so dahergeflattert. Eine auffällige Erscheinung, immer bunt angezogen, lila Haare, Lachen im Gesicht. Sie kam uns in der Schule besuchen in einer großen Pause, mit sorgsam vorbereiteten Häppchen, wofür kaum jemand Zeit hatte. Zu sehr beschäftigt, schnell noch dies und das zu regeln. Die Papageienfrau schaute frustriert und traurig in die Gegend, hatte sie sich doch ein großes Hallo! vorgestellt, dass man sie und ihr Mitgebrachtes begeistert umringe…

Eine solche Situation kannte ich noch nicht, deshalb von Dergleichen abgesehen. Vielleicht hat sie bei der Heimfahrt in ihrem schnuckeligen Autochen geweint, oder die Häppchen gefuttert, wer weiß! Man hat sich doch so bedeutend gefühlt – und nun ist man der Altersresignation ausgeliefert?

Jedenfalls klappen die Pfauenfedern bei manchen schwer nach unten.

Archiv