da stehe ich vorm Spiegel und es schaut mir tatsächlich dieses vorwitzige Mutterfigürchen über die linke Schulter, erzählt mir von der Freundin, die bei der Katastrophenolympiade in München einen Putzjob hatte, nie ein Gedicht drüber geschrieben, aber gesprochen mit dem und der…in neuester Zeit gibt es Triggerwarnungen noch und noch, sogar für kleine Zeitungsartikel. oder eine Frau hielt eine Lesung, bekam am nächsten Tag bitterböse Emails, dass das ja wohl gar nicht ginge, dass die Rede gewesen sei von „dicken“ Frauen…Das N-Wort, das ich immer so schön fand, nö, schon lange nicht mehr sag- oder schreibbar. und der Traum, in welchem ich mit einem riesigen, ausgerissenen, weit verzweigten Baum kurvige Spurrillen in einen kerzengeraden Sandweg zog, meine Pausenbeschäftigung.

Irgendwie sind am blauen Himmel keine Hiobsbotschaften zu lesen, lediglich von Frankfurt her Flugzeugspuren, windverdampfend.

Das Überwurfjäckchen über den Holzdickstuhl geworfen, schon rasen ein paar Grasmilben drüber.

Und gestern die Mühlenfreundin umarmt, so zartschön. Fast wäre sie an einem Lippenwespenstich gestorben. So ein großes Glück gehabt…