In einer Vitrine in Marbach sah ich, dass sogar schon Eduard Mörike verschiedene Schreibuntergründe ausprobiert hat. Blätter, Federn, was weiß ich. Nehme mir den neuen Katalog eines Biomodewäschetextilunternehmens her und schreibe Sachen auf teure Mohairpulloverbilder, Deich- und Rhönschaf-Mongolei-Jurtensachen, überall dorthin, wo es hellere, leicht freie Papierflächen gibt.

Zeit für Cocooning auf der Perkalbettwäschenseite, oder dem Merinomäntelchen, sündhaft teure Alpakavornehmstrickkleidung. Einfach irgendwelche Worte aufschreiben. Zum Beispiel, dass die Klassenbucheinträge früher den Beruf des Vaters enthalten mussten und im anderen Deutschland die Spalte „soziale Herkunft“ hieß, mit einem großen i , für Intelligentia, und einem großen a für Arbeiter, stand. Nach Außen sei das A stets fürs persönliche Fortkommen besser gewesen.

Vom Deichschaf zur Klassenbuchbedeutsamsspalte, wie kam nun das? Vielleicht so: eine Art Unbeholfenheit im Kontinuierlichtextschreiben.