Der neu entdeckte Leseplatz auf der Treppe, kühl einigermaßen. Das Hitzeklagen hilft nix, alle tun, als wäre das im Sommer eben gegeben. Sogar der Nachbar sägt das Holz für den Winter, während seine Frau im Tablettenhäuschen arbeitet, neben der Weinbude, wo es wochenends grölt und schmatzt.

Nur wer in sich selber ruhe, könne wertschätzend kommentieren oder überhaupt ohne bitteres Gejaule existieren, das hörte ich irgendwo. Wieso denke ich an Temperaturen im Arp-Museum oder an die in der Maliwüste, wo meine Mühlenfreundin mal angehalten wurde, damit sie schneller diese heißen Orte verließe…

Tabellen von Freigeistern geistern durch mein Gemüt, Andre Heller an erster Stelle, und wie sein Africa-Africa-Buntbus in Österreich vor dem Hoferladen stand, in dem meine Tante eine Knoblauchzehe mitgehen ließ und wir später von zuviel Räucherseibling eine Art Eiweißfischvergiftung hatten.

Bei den Hochzeitshütten fanden wir bisschen Silberbesteck im Gebüsch und eine barocke Etagerie.

Der Mittwoch lockt mit noch mehr Hitze.