Die eine Hand zittert ein wenig, die andere hängt Riesenschlüpferchen auf. Altersschlummer lähmt, Gedanken schaffen sich Ecken ohne Bedrohung, wollen frei herumdenken. Die fluide Intelligenz geht flöten, schnappt sich vom Kaiserschmarrn paar duftige Almdudelflöckchen.

Die Brieffreundin der Mutter fällt mir ein, die Else mit den undurchsichtigen Nahtstrümpfen, anbei die Kaffeeklatschthemen der mittelbetuchten Freundinnen:

Strickmuster – Fensterputztechniken – Buttercremetortenrezepte – Danke, bitte nur ein schmales Stückchen, ich muss auf meine Linie achten – dabei war sie ein dürres, gleichschenkliges Dreieckskonstrukt – demente Eltern, die sich statt Niveacreme Schuhdeckweiß ins Gesicht schmierten – Ehegatten, eine hatte ihren ins Heim gegeben, weil er sie nicht mehr erkannte und begonnen hatte, die Tapeten von den Wänden zu reißen. Wenn die nicht dabei war, gab es darum ein gehässiges Gezeter.

Wie schrieb der Kitschrosenpapier liebende Knastbruder: Er liebe mich ewiglich und kannte mich nicht.

Ich naives Ding soff derweil den Gin aus dem Weihnachtspräsentkorb des Vaters, dazu Portwein aus dem Sack und ein Mescalinpilzchenpulver ab und an. Das indianische Castanedamonster raste auf mich zu, ich wollte es mit der Nachttischlampe erschlagen und merkte im letzten Moment, dass es meine kleine Schwester war.

So viele Flugspuren am Himmel wieder!