Keinen Rilke, keinen Hölderlin zitieren, eher …ja, was dann? Mir fällt die zarte Singmutter ein, die in einer Stahlmattenfabrik schuften musste, als wir klein waren. Damit der Vater studieren konnte. Sie kam so ausgebeutet fertig heim, warf ihren Kopf auf die Arme am Küchentisch und schlief ein. Der Vater kam heim, grinste und hatte Splitter im Gesicht von einer Studentenschlägerei. Sie mühten sich sehr, ihr Leben in den Griff zu kriegen. Man muss auch mal ein bisschen anerkennend werden, besonders bei so Bratkartoffelverhältnissen. Wie das eines war. Wochenends im Wald gingen sie Hand in Hand und mir flog eine dicke Fliege in den Mund. Abends schloss der liebe Gott mir die Augen zu, doch vom Satan sprach sie auch. Ein Kindergarten war da nicht, nur die Wiese mit dem Backhäuschen, wo derbe Bauersfrauen uns frische Brotscheiben reichten, manchmal. Und wir doch auch aus Spaß Gras fraßen beim Kuhspielen.

Das war ein Blick aus dem frühen Oktoberfenster. Wobei mir die Stahlmattenfabrik einfiel. Und ich kein stimmungsvolles Gedicht …