Nähme ich mir vor, jeden Tag hier was zu schreiben außer diesem Wort des Tages, käme mitunter Ungehobeltes oder Unartiges dabei heraus. Worauf manche beinahe zu warten scheinen, so Schlagerfuzzis, Literaturhechte oder Chanelkostümchentanten. Quatsch, niemand wartet. Die Wanderdamen vom Wasserfallverein, die Neuweintrinkerinnen und Kampfbienenfänger auch nicht.

Biologen tragen neu und wieder anzusiedelnde Bartgeier hoch ins Gebirge, eine stürzt mit ihrem Motorrad in die Büsche des Highway Number One, führt mich trotz verletzten Arms ins Henry Miller Museum in Big Sur. Es ist eine Art Holzhütte überm Ozean mit lauter Millerzeugs, wenig repräsentativ. Das hatte ich mir anders vorgestellt, monströs und millerheftig.-

Man meint, kaum was zu erleben, man meint, viel zu wenig Zeit zu haben, um alles im Leben richtig an- und auszudenken, doch siehe da: Ach komm, verweile doch…