Ins Bett zu meinem Buch und nachfolgenden Träumen eilte ich leise, als da unten vor meinen Barfüßen ein flinkes Tier unter den Schrank krabbelte, Mischung zwischen Marokkoschlange und Skorpion. Nur kleiner. Trotzdem erschreckend, wenig hilfreiche Assoziationen fördernd, bestimmt nicht von der Holzhütte in Kanada, die ich mir zu bauen versäumte. Oder von der Kleist´schen Marquise von O, oder von finsteren Klosterschulen anderer Dichtergrößen, mein Gott.

Kakerlaken haben wir hier nicht, also war es höchstwahrscheinlich eine Freudschrecke ohne Jungbiester und Abwehrverhalten. Der Adler soll es mit seinen Saugkrallen unterm Schrank hervorholen. Schluppknusper.

Schon lange gibt es keinen Metzger mit Kinderwurst mehr im Dorf. Sein Pudelchen spaziert aber noch zierlich vorm dichten Laden, beobachtet den zerfallenden Tanzsaal gegenüber. Der Playboyheini ist auch tot.

Zebragras über allem. Nach und nach gehen die Menschen, mit denen man ein Leben lebte, das macht mürbe, lebensmürbe.