Hier liegt ein derart schräg liebenswerter Atlas, dass ich zeitenweise immer nur drin blättern könnte. Die anderen Sachen sind die, dass bei Wikipedia lediglich zehn Prozent der Autoren weiblich sind. Also voll die Erkläronkellexikonseiten. Doch darum geht`s nicht, das war eine Bemerkung am Rande.

In besagtem Buch werden Orte beschrieben, wie zum Beispiel das „Kaffeehaus“, das ein Labor für Weltanschauungen sei, eine Keimzelle politischen Umbruchs, „Seine Bewohner sind größtenteils Leute, deren Menschenfeindlichkeit so heftig ist wie ihr Verlangen nach Menschen, die allein sein wollen, aber dazu Gesellschaft brauchen.“ (Alfred Polgar zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts)

Ein auch noch guter, hier beschriebener Ort: der Wald: Von Dingen, „über die nachzudenken man jahrelang im Moos liegen könnte“. Knusper, knusper, knäuschen…

Derart inspirierend, dass ich grad mal ein paar Worte drüber verlieren wollte!

Das großformatige Kaffeetischrumliegbuch: Atlas inspirierender Orte – von denen ich noch ein paar, längst nicht alle nenne:

Badewanne, Manhattan, Bibliothek, Hotel, Gefängnis, Fenster, Dachkammer…Einige davon kann man sogar in diesen Zeiten aufsuchen! –