Wenn kaum was möglich ist. Wer hätte sich das träumen lassen. Wer glotzt nur noch Wände an. Wer hadert nicht. Wer redet sich die Sammeltassenglasschränkchen schön.

In jedem stecken mindestens mehrere Berufe, auch der einer professionellen Briefeschreiberin. Irgendwo las ich von einer, vielleicht bei Lily Brett. In mir steckten lange Zeit Steinchensammlerinnen oder Verlagsmadames, auch simple Buchhändlerinnen und Atelierinhaberinnen. Lehrerberufe eher nicht. Existenzsachen gemischt mit Menschenliebe, besonders zu den Kleineren davon. Das wurde es, manchmal mit liebend genossenen Zeitfensterchen in Klöstern, schwülen Cafes (wie das grad schließende Cafe „Affenhaus“ in Worms), in Bodybuildertrainingshäusern voller Posinghöschenstöhnmänner, an Kaffeeklatschtischen mit Lachkollegen oder Verwandttanten, in einsamen Waldstücken mit Schwarzkirschobstweintaumeleien hinterm Bensheimer Kirchhäuschen, und so weiter. Auf diese Gedanken brachte mich meine Nachtlektüre, eine schöne Briefnovelle: „Mitten im Sprung“ (von Stephanie Palm und Roswitha Perniok).

So!