Die Winterbilder des Pieter Bruegel liebe ich, besonders das eine, ich glaube, es ist mit „Die Heimkehr der Jäger“ betitelt. In meinem Geburtshaus, das später abbrannte, hing es im mit Bastmatten ausgekleideten Zimmer meiner Cousine. Auf dem Holzofen dampfte ein manchmal punschiger Tee, und man sprach von Dingen, von denen ich nie zuvor gehört hatte. Die andere Cousine sprach nur von Koteletts, Geld und Störfaktoren, Tratschgeschichten und „ja, watt glaubst DU denn?“, doch meine Lieblingsverwandte erzählte von den Cafes in Salzburg, vom Bauernmarkt, von geistigen Getränken, vom Großvater, der nicht mit auf die Beerdigung seines besten Freundes ging, sondern hinterm Vorhang dem Trauerzug zuschaute – viel später erfuhr ich den Grund. Ach, was rede ich. Unser alter Nachbar ist an C. gestorben, seine Frau kommt ins Pflegeheim. Nervenkostüme stark angerauht. Seltsame Beobachtungen bei den ersten zwei Videokonferenzen, die der Erstklässerenkel mitgemacht hat. Dass es sowas überhaupt gibt…All die Dinge im Kopf zusammenzukriegen, überhaupt, überall der Versuch, Menschen schuldig zu sprechen, weil sie einfach nur leben und das und das sagen, derweil nicht weiterwissen, stattdessen mehr und mehr einschränken wollen…

Vielleicht in den alten Stall gehen, Holz hacken, rumdenken dabei.-