Meine ersten Taschenbücher bekam ich von Tanten geschenkt, welche mit diesen Leinenstreifchen seitlich, und der Sparkassenwerbung innen. Neue Art von Büchern, und gegen den Willen mancher Verlagsmenschen, wie ich lese. Katz und Maus, Paris, ein Fest fürs Leben, Mascha Kaleko-Gedichte, Die Kraft und die Herrlichkeit, viele sind es nicht, doch sie werden gehegt.

Wandle ich an den Regalen entlang, befinden sich bunte Tandaradeidingelchen vor oder über den Büchern. Stickprobenläppchen zum Beispiel oder kleine Figuren, Muscheln, Kunstpostkarten, Lärchenzäpfchen, Idar-Obersteinsteinchen, Eichelhäherfedern, aber keine wurmigen Brühwürfel, selbst bei den Kochbüchern nicht.

Aus einem grünen Suhrkämpchen ein feines Zitat:

„Es ist mein bestes Mittel gegen Unruhe und Betrübnis, mir Erinnerungen aus der Kindheit wachzurufen. So machte ich es auch an diesem Abend, und ich versetzte mich zurück zum Sommerhaus und zum Erdbeerplatz, zu allen Träumen und Erinnerungen und zu dem, was ich am heutigen Tage erlebt hatte.“ (Ingmar Bergmann „Wilde Erdbeeren“ edition suhrkamp 79, Frankfurt 1961)