Nicht zur Buchmesse reisen, seit —zig Jahren nicht mehr. Man wurde so gegängelt und gequetscht und teuer verwurstet. Auch diese wunderbaren Herbstreisen mit den lieben Engverwandtweiberchen nicht mehr. Mutter ist tot, das nächtelange Gejammers fällt flach, aber auch ihr stolzes Gehen mit den erwachsenen Töchtern durch Heimatorte, Täler und Flaniermeilchen mit Häkelgarngeschäften und Wärmflaschenhäuschen, Glas-Porzellan-Taschen-Design und Buchläden. Schneeflockendesserts vorm Fürstenhaus, Bleistiftzeichnungen in der alten Schule und strenge Betschwesterbedienung im Maronenengrock.

Die Traumfetzen ließen mich ordentlich Wärme empfinden, weinende Vögel huschten über Raschellaub, während hubschraubergroße Ameisen Steinpilzfreudenschreie ausstießen. Heiße Suppe schwappte auf Cordhosenknie und Wanderstiefel. Nein, kein getröstetes Auftauchen, eher steckenbleiben in großer, würziger, nie gezeigter Sehnsucht!