Lässig länger an Änderungsschneidereien gedacht. Oder an sinnlos einen packende Überschriften. Bei einer Reise am Mendocinopazifikstückchen an jeder kleinen Gemeindebücherei halt gemacht, weil es damals dort kostenloses Internet gab. Touristbüros im gleichen Gebäude gaben uns Countykarten mit Riesenbaumzweigchen. Und immer fragten sie: Darling, how are you today? Mir voll unbekannte Janis-Joplin-Doppelgängerinnen in fett roten Hängerkleidchen. Zuerst fand ich das unverschämt, gewöhnte mich schnell an die andere Kultur. Nachts knurrten zahnlose Drogenmenschen nebenan im filzigen Hotelzimmer, warfen sich gegen die dünne Wand, schleuderten mit Müllbeuteln.

Eine Freundin muss sich Erinnerungsströmen entgegenwerfen. Sie räumt gerade ihr Elternhaus leer und hat dabei kaum was zu lachen. Die Mutter lebt noch, in einem Heim in der Nähe, war Malerin. Das wilde Arsenal von Bildern. Was tun damit? Hätte sie Vanillepuddingpäckchen gesammelt, wäre es einfacher…