Dinge werden anders benannt. Früher hieß es „Schuleintrittsalter“. Heutzutage, das erfuhr ich vor kurzem, nennt man es „Wackelzahnpubertät“, der Knallpunkt kurz vor Vollendung des ersten Lebensjahrsiebts. Meines verzehnt sich in wenigen Jahren. Wackelzähne kommen auch wieder vor. Mit sich gegenseitig was ausleihen geht`s leider nicht, es sähe zu komisch aus.

Wie sich so Pubertäten äußern, weiß jeder- und mir fallen diese bedeutsamen Lebensphasen bei meinen drei Kindern ein. Endlosdiskussionen um Anziehsachen, um Zahnfeen und Essensdinge. Leberwursterdbeermarmeladenbrote, Wackelpudding mit Büchsenmilch, Ihgulasch und rotierende Rouladen mit Angel- oder Drachenschnur rundgehalten, was ja wieder interessant war. Nähkästchenschnürchen eher.

Käsekästchen, für Käfer oder Schnecken wohnlich ausgestattet, mit Löchern im Deckel, oder Kätzchen in Winterkleidung im Bobbycaranhänger.

Nun werde ich mal im Buch mit der verschwundenen Mutter weiterlesen:

Jessie Burton: Die Geheimnisse meiner Mutter.