An die geflickte Bettwäsche im katholischen Krankenhaus, in dem meine Mutter kurz lag, denke ich grad. Es denkt, was es will. Auch an die leise Lesung von Peter Härtling, oder an den Besuch von Irgendlink mit Übernachtung ohne Kopftuch, seine Indianerbräune und überausse Liebenswürdigkeit denke ich. Oder an die Dame, die mir schon vormittags einen Martini anbot, an die vollgepinkelte Toilette im Schnellzug, die Winnetoufelsen in Montenegro, die demente Tante mit ihrem alten Kofferradio, an den denke ich, der seinen Kartoffelsalat briet auf hoher Flamme, und den, der sich auf den Sattel seines Mopeds stellte und so nass küsste. Zart im Gemüt wird es mir, denke ich an die brutalen Rausdrückwehen der drei Geburten mit den anschließenden Blicken in diese weit geöffneten Wundermenschensaugen.

Einer sagte, das Leben sei eine kurze Unterbrechung des Nichtdaseins.