Die Dozentin der Taten meinte, man solle zwischen die aufs stehende Wasser aufgetragene Farbe ein paar Tropfen Ochsengalle bringen und schon ergebe sich ein marmoriertes Papier, wenn man denn vorsichtig einen Bogen darauf lege und wieder abhebe.

Außerdem könne man simple Wasserfarbe mit feinstem Sand vermischen und damit nicht nur Strandszenen malerisch abbilden. Haptisch sogar.

Man könne auch Füllwörter noch und noch über knappe Erzählungen streuen, Sonnenuntergangszeug und Wechselbalgsgeschichten ohne Veilchenduft und Zahnrädchengewerke herstellen.

Man könne uralte Wundertüten öffnen, den Inhalt zuerst beschmieren, dann collagieren. Ernsthafte Kunstcollagen halb anreißen, mehr und mehr dickes Papier abfriemeln und das dann Decollage nennen. Was an alten, vielschichtigen Plakatwänden Wind und Wetter erledigen.

Mir hat jemand an der Seele gezupft.-