Für mich gebetet hat manchmal meine Mutter, so als Probeatheistin, auch eine knallschräge Frau aus dem Dorf, zuletzt eine schöne, junge Pfingstlerin, die jetzt vielleicht irgendwo in Kanada sieben Kinder hat und mit Beten genug zu tun.

Ob das überhaupt erwähnenswert sei, fragt mich der Herbert, mein süßer innerer Schweinehund sofort.

Anlässlich ihres Anstaltsaufenthaltes sollte ich ihr was zu lesen mitbringen, entweder das mit dem Rosengarten, der nie versprochen war, oder das „Ich tanze, so lange ich kann“, auch von einer Genesenden erzählend.

Dass ihr nachts, wenn sie hinter den Gittern die Züge rattern hörte oder pfeifen, irgendwelche maßgeblichen Stimmen befehlen wollten, sich auf die Gleise zu werfen, raunte sie mir leise zu, während draußen im Gang die Braunhautknitterfaltenfrau ihr Puppenbaby hin und her trug, eng an ihre Hungerbrust gequetscht.

Nie briet sie einfache Mistkratzerle, immer fette, jahrelang intim betreute Gänse, diese dann aber mit herzhafter Knusperhaut und Biofüllung. Kredenzt mit hoher Jammerstimme ob ihrer angeblich mangelhaften Kochkünste. Man musste die Tür zur Chemtrailterrasse öffnen, damit die schrillen Komplimentfangtöne rauskonnten. Samt den Versicherungen der Essgäste, wie köstlich doch alles sei.

So sollte es nicht bleiben.