„Am Ende eines Lebens, wenn man über die Verbote hinaus ist, die uns unsere Jugend erstickten, sollte man sich ein paar Jahre Frühling gönnen.“

(Marguerite Duras)

Heute zwischen vier und fünf Uhr die sehr schräg reinkommenden Sonnenstrahlen aufs Sonnenhungergesicht scheinen lassen, dabei letzte Walnüsse gesammelt, alle nass, manche schwarz mit winzigen hellgrünen Schimmelpünktchen. Als wir noch Hühner hatten, durften die an diesen nicht mehr picken, denn der Limnologe erklärte, dass die Aflatoxine durch das Federvieh hindurch bis in die Eier gelangen täten.

Die genesende Freundin an der Bergstraße besucht, dabei die sanftschöne Kulisse des Odenwaldes gewürdigt.

Die Bäckereifachverkäuferin ließ mein Stück Apfelkuchen fallen, legte es beiseite und verstreuselte sich weiter nicht. Geliebte Liebesknochen gab es heute keine. In halbfremden Kleinstädten rumlaufen ist komisch.

Eine sagt, ab sechzig müsse man eine Altersverkleidung tragen. Rosa Westchen, hellblaue Dickstrickjacken, beige Kappen, vor allem keine lila Strumpfhosen. Verstehe das, wer will.