Meine sieben lyrischen Ichs, von denen nur eines schwach lebendig über den Dingen schwebt, toben ungezielt herum, tragen die Kakteen ins Haus, schreiben übermütige Einkaufszettel, suchen Seelenfutter.

Möglichst nicht in dumpfen Stuben, auch nicht auf Edekatoiletten oder stolpernd übern Apothekenputzlappen. Auf der Kindergartentafel steht zartkreidig „Magen-Darm“ – aha. Manchmal steht da was von Hand, Bauch, Fuß, oder so.

Das Doris-Dörrie-Buch vom Schreiben ist wunderbar. Da fällt einem viel Wundersamzeug aus dem eigenen gelebten Leben ein. Zum Beispiel weiß ich jetzt, dass sie auch mal am Grab von Jimi Hendrix in der Nähe von Seattle war, und `ne Dose Budweiser auf das Grab stellte. Ich sah damals nur ein paar alte, schrill-bunte Gitarrensaiten, die jemand zurückgelassen hatte.

Heute früh irgendwo die Information aufgeschnappt, dass es juchheherweise endlich Adventskalender für Hunde und Katzen gibt.

Der Steinmetz arbeitet unbeirrt und sanft schabend vor sich hin.