Gern lese ich in Kirchenblättchen, die ins Haus flattern, gern auch beim belesenen, so gekonnt schreibenden Landpfarrer, der einen guten Platz in meiner Blogroll hat. Verstehe nicht, was im Pfarrblatt mit Rorate-Ämtern im Advent gemeint ist, oder warum eine Monstranz durch die Gemeinde getragen wird. Wenn es anfängt mit dem Herrn oder Christus oder so, da lese ich weg, das geht gar nicht. Für mich sind das reine Gedankenkonstrukte, obwohl ich mal Religion unterrichtet habe, doch es kam extra einer vom zentralen Kirchendings angereist wegen meines ungebührlichen Unterrichts. Sie hatten sonst niemand.

Kirchen waren und sind für mich schöne, heile, bewahrende Räume, und wenn dann noch eine Orgel übt, läuft mir das Herz über.

Und das alles: obwohl…ich weiß. Trotzdem. Obwohl.

Vorhin in der örtlichen Turnhalle das Herbstfest vom Kindergarten, mit Moderation, mit Bürgermeister, mit Vorführung, nix mit Jesus oder so. Auf der Bühne friedliche, leicht eingeübte Gesänge und ein kleines Farbentheaterspiel, bei dem schon Zweijährige einbezogen waren. Die haben so unbesorgt, kindlich untheatralisch geguckt. Später rasten die Rabaukenjungs um die Tische oder draußen über den großen Platz.

Unkirchliche, schöne Altersgemischtheit.