Manchmal, im Garten

 

wenn ich mit den Wörtern

wirbele wie mit Wolken

als würd ich mich wälzen

im Gras, der Garten

 

verstehst du, ist mein Platz

der Kraft, wo ich

in der Erde grabe mit

meinen beiden Händen

 

in der trockenen Erde

wühle (derselbe Boden

wenn er naß ist wie

schiere Säure

 

für Haut und Nägel)

als wäre ich selber

von Erde, gepflanzt, gewachsen

oder geboren

 

(Helmut Salzinger. In: Jahrbuch der Lyrik 1996/97 Hrsg. von Christoph Buchwald, Michael Buselmeier und Michael Braun. Verlag C.H.Beck München 1996)