Gestern im geliebten Donnersbergwald dieser Schock, als der ewig wilde, klare Bach verschwunden war. Einzig das Steinbrockenbett, nie zuvor so gesehen mit den kleinen Umsonstholzbrückchen drüber. Früher feucht, schattig, sogar eine kleine Rundquelle mitten auf dem Weg.

Viele Ausflügler wanderten herum, besahen sich keinen Schaden, suchten die Keltendinge oder das Handkäslokal. Wie immer an solchen Tagen. Die aus Calw machten in der Jugendherberge ein Coachingding. Die stramme Anführerin warf lässig ihre rötlichen Hexenhaare zurück und war sich ihrer Sache sicher. Das Pärchen mit dem Austincabrio und den Speichenfelgen speiste geziert die Grobkartoffeln. Der Enkel setzte sich auf den Popolochstein, es gibt Fotos.

Eine halbe Bärengeisterhöhle fanden wir hinter Stachelgestrüpp, am hohen Felsen. Kurz weinte der Kleine, wollte heim, doch sein Großvater trug ihn sorgsam durchs Märchental. Die Abenteuerlust kam wieder, er stellte sich in die Skulptur der rostigen Steinzeitmenschen, ein kleines Monstergesicht verknautscht ziehend.

Keltenknöpfe fanden wir nicht, es wird wohl Oktober, bis es dort wieder donnert.

Vorher durchwandere ich Bruce Chatwins „Traumpfade“ und war mit Marion Poschmann in Japan. („Die Kieferninseln“)