Die zwei aktuellen Lektüren:

Hansjörg Schneider: Kind der Aare, eine Autobiographie

A.K. Benjamin: Into Madness, Geschichten vom Verrücktwerden

Dazwischen immer mal wieder alte Hobbythekheftchen, so ich sie finde, und als weitere, gepflegte Unterhaltung das Lesen in Ortheilbüchern oder in seinem schönen Blog.

Noch mehr dazwischen fahren mir die Gedanken an frühere Ereignisse, einmal, als ich zur bösen Hexe mutierte und aus der braven Selbsterfahrungsgruppe komplimentiert wurde. Man sollte spontan sagen bei der Kennenlernrunde, wie die anderen auf einen wirken. Du da siehst aus wie eine ledige Handarbeitslehrerin. Das war böse. Die Frau saß brav und harmlos einfach da mit ihrem Haarknoten und dem beigen Faltenrock.

Niemals mehr in eine Selbsterfahrungsgruppe wollen, die sind auch nicht mehr modern.

Obwohl: Meinen Mann lernte ich dort kennen, er hatte eine Seepferdchennarbe am Daumen und entsprach wohl meinem Wunschmärchenprinzengaukelherz.

Dostojewski meint, bevor die Geschichten vom Verrücktwerden losgehen:

„Ich habe Hunderte von derartigen Erinnerungen; doch von Zeit zu Zeit löst sich aus all den Hunderten eine ganz bestimmte und belastet mich. Irgendwie glaube ich, dass wenn ich sie dann aufschreibe, wird sie wieder von mir abfallen.“