„Er versäumte nun keine Stunde in dem Hörsaal und nahm begierig ein neues Ganzes in sich auf, welches er von Anfang bis zum Ende verstand und übersehen konnte. Wie ein Alp fiel es ihm vom Herzen, daß er nun doch noch etwas zu wissen anfing… Das Glück des Wissens gehört auch dadurch zum wahren Glücke, daß es einfach und rückhaltlos und, ob es früh oder spät eintrete, immer ganz das ist, was es sein kann, ohne Reue über das Versäumte zu erwecken; es weiset vorwärts und nicht zurück und läßt über dem unabänderlichen Bestand und Leben des Gesetzes die eigene Vergänglichkeit vergessen.“

(Gottfried Keller „Der grüne Heinrich“)

Wie war das bei mir am Anfang des Studiums? Nicht über meine Vergänglichkeit nachgedacht, sondern über Burschen, Nagellack, sich ereifernde Langhaarige, schnelles Mitschreiben, Mensabenimmregeln, dass ich in der Cafeteria nicht versehentlich mit Teebeuteln herumschoss, nicht Rotwerden bei jedem Wortergreifen, die etwas lockereren Profs bewundernd, die ersten selbst eingekauften Käsescheiben, überhaupt: Loslösungen, Veränderungen, es taten sich großartige Gedankenwelten auf und die Easy-Rider-Typen verstanden es, sich zu profilieren. Courage-Frauen und „Häutungen“ noch und noch, Emanuelle ließ sich in Flugzeugtoiletten hernehmen und Erica Jong lehrte überhaupt erstmal das Fliegen.