Ulmen krank, später alle Ulmen weg. Das war vor ungefähr vierzig Jahren. Wenn ich heute im Nachthemd am Lavendelbeet vorbeiwandle, könnte jederzeit eine der hummelnden Hummeln unters Gewand fliegen, das dortige Freigelände erheblich attackieren vor lauter ungewollter plötzlicher Gefangenschaft. Wie beim Sackhüpfen müsste ich rennen und schnell das Hemdchen lüpfen.

Ich passe auf, dass dergleichen nicht geschieht. Und es hat auch nichts mit den Ulmen zu tun. Eher das hier:

Einen Förster vom Donnersberg hörte ich mit gequälter Vernunftstimme sagen, dass man dort alle Bäume fällen müsse, alle, auch die Laubbäume, auch die schon über hundert Jahre sich dort befinden, er wisse nicht, wohin es noch ginge mit den Wäldern. Hundsmiserabel.

Heute früh beim Alti fragte eine liebe, ältere Dame, ob sie wohl vordürfe an der Kasse, sie habe ihren Mann im Auto, frisch aus dem Krankenhaus abgeholt, sie wisse nicht…oder habe Befürchtungen. Sie hat sich tausendmal bedankt, und mir wurde wohl, als ich die beiden Sekt- oder Champagnerflaschen sah unter ihren Käufen. Daheim würden die beiden Befürchtungsalten ein bisschen feiern! Vielleicht hat aber auch Schwester Elsgard Geburtstag, wer weiß.

Meine Gedanken potpourrieren eifrig herum, wenn sie mal so richtig wach sind und der Himmel sein Sommerblau annimmt.

Beim Frisör gab es nix Intimes zu besprechen. Leider vergaß ich, von den Herden schwuler Frisöre im Buch „Virginia“  von Nell Zink zu erzählen.

Beim Mittagessen mit dem Sohn an den Nachbartischen einige einzelne Gäste beim Handywischen beobachtet, sie waren so um die siebzig, vielleicht Datingmäßig unterwegs. Die jüngeren erzählten sich was, hatten vielleicht alle ihre Wischdinger verloren.