Immer wieder das Konfirmationsgeschenk vom Onkel Paul hernehmen, den Gedichteband von Manesse. Dabei an ihn denken, der als Architekt keine Aufträge mehr bekam, weil er des Sonntags in der katholischen Kirche fehlte, der Eigenbrötler, nun in einem kleinen Häuschen in der Eifel lebend, mehr schlecht als recht.

Er wollte sich zu gegebener Zeit eine Schrotflinte leihen, was bis jetzt noch nicht geschah. Vielleicht passt sein Sohn auf. Söhne wünschen andere Todesarten.

Es stirbt sich allüberall, klar, bei derart vielen Alten.

Meine Freundin besucht stattdessen Lesbenbars in New York, doch nur in meinen Träumen. Ansonsten besucht sie ihre Schwester mit den Homotöchtern, deren Zwillinge, irgendwie im Nebenzimmer gezeugt und dieser einen, die keine Kau- und Schluckgeräusche ertragen kann. Wie heißt die Krankheit nochmal?

Gewitterwasser sammelte ich gestern, da soll nun eine Antischnakentablette rein. Die kriegt man kostenlos bei der Gemeindeverwaltung. Tigermücken noch nicht gesichtet. Gelbe, evangelische Trampeltiere wabern in der Scheune, sind vielleicht meine Atelierträume. Die können eh fliegen.

Dem Enkel erklärt, wieso der Hausigel nachts so rumort. Er guckt mich an, meint gnädig: Oma, dafür gibt es doch ein Wort, und das heißt „nachtaktiv“.

Sturmäste haben wir zerkleinert und zum Grobkompost geworfen. Zufrieden trägt er danach seine Gartenarbeitswerkzeugkiste wieder an ihren Platz.

Achtung, jetzt kommt ein schönes Fontanegedicht, im nächsten Dings!