Die erste Akademikerin in der Familie zu sein, bringt mitunter scharfe Vaterworte hervor. Er wollte ja das Zepter des Allwissenden in der Hand behalten. Auch bei Ulla Hahn las ich etwas von Ohrfeigen bei Fremdwortgebrauch. Dat aaame Mädchen. Resilienz bewiesen später.

Lumpenresilienzklamotten, Vernunftedelweißschuhe, übergriffige Chefs (ach, Mädsche, wat haste ´ne tolle Wespentaille, komm, lass ma anfassen!), zu was hat`s geführt?

Blutwurstallergie vielleicht, Zittergedanken, Prokrastinationen ohne Ende, Chaoshaushalt mit Geschäftshemdenbügelantihaltung, Eintopfkotzerei, Trockenmündchen, Rechenhass, Hausaufgabengeschrei, überhaupt: Vernunftslehrerlippengekräuselekel. Die Kollegen am Gymnasium guckten durch die ewig schwangere, leicht niedriger gebildete hindurch, war ja nur abgeordnet, somit schon mal verachtbar. Besonders die Damen schmissen ihre gepflegten Auslandsschuljahreshaare im Vorbeigehen hochmütig herum. Sie las im Lehrerzimmer heißblütig in den Rumliegefeuilletons und schielte zum schönen Geographiekollegen. In den Kunststunden kamen die Kleinen oft, legten ihr Gemaltes vor sie hin mit den Worten: Gell, das Bild ist scheiße. Und wer sagt das Zuhause immer zu dir?, meine Antwort, mit ein paar fachlichen Farbideen, künstlerisches, menschliches Selbstbewusstsein aufbauen helfend.

Es folgt späthausfrauliches Wäsche aufhängen.