Sie kam durch einen Schwebelufttunnel und hustete sich fast die Seele aus dem Leib. Später saßen wir auf der Waldbank neben berstenden Ginstersträuchern.

Täglich ein Bauernhofei, weich gekocht bitte. Die demente Anverwandte zaubert gekonnt Seltsamworte aus ihren Traumkämmerchen, verschiebt ihre ernsten Wangen zu langsam ausuferndem Lauthalsgelächter. Alle lachen nach ein wenig Nachmittagsgesöff. Vergißmeinnicht und Jelängerjeliebermongolchen. Alraunen und versteckte Weiher der Gedankenwäldlerinnen. Im Schäferschäfchenlokal wallen Dirndltatoomädchen. Sie kichern und servieren wilde Ragouts.

Das Hochsauerland entbaumt durch Monokultur und neumodische Umweltschreckstarkereignisse. Regenfäden füllen Mäanderbäche prächtig auf und auf.

Im Frauennählädchen erwerbe ich ein Mischwaldkissen, im öffentlichen Bücherschrank wilde Literatur, viel aus jüdisch-jugoslawischem Schauspielerinnenleben, mit Partisanenhintergrund und Doppellebenelternzagrebleuten. (dieses Buch war mitreißend: Titos Brille!)

Das Heimkommen gestaltete sich wundertränenzärtlich.

Vorgezogene Tomaten und Zuccini wollen schnell in Tröge und Gartenwühlerde, in der wir gestern ein kleines Hanfblättchenringelchen fanden.

Nun beginnen die Vermutungen. –