Nachschauen, ob sie endlich was Neues geschrieben hat. Nein. Enttäuschung. Selber schreiben?

Ich lebe nicht in New York, sondern in einem kleinen Ort des damaligen Regierungsbezirks Rheinhessen-Darmstadt.

Die Sehnsuchtsautorin heißt Lily Brett. Derzeit gibt es an Neuem lediglich ihre Heiteiteikolumne auf der letzten Seite eines Damenmagazins. Wenigstens was.

Meine Schwiegermutter wurde gestern ein Jahr über neunzig, ist zwar schon ein wenig in sich selbst zurückgezogen, beobachtet aber noch sehr, sehr genau. Sie sah sogar meine kleine Nervösstelle am Finger, fragte, ob ich mich da verbrannt hätte. Ihr Uraltnachbar kam zum Gratulieren. Beide kannten das Lied „Wenn alle Brünnlein fließen“, das wir gemeinen Schwestern unserem kleinen Bruder oft vorsangen, weil er dann heulte und unter den Tisch krabbelte.

Familienerinnerungen.

Geschwätzt wurde auch. Eine alte Dame erzählte, ihr Mann habe seine Zahnkrone verschluckt und sich daheim verkrochen. Ihm habe sie gedroht mit der Geschichte einer Bekannten, die wegen eines solchen Vorkommnisses ins Krankenhaus musste. Die Krone hatte sich im Darm verkeilt. Ach, was für Geschichten man da so zu hören bekommt!

Frisch geborene Menschlein gibt es auch zu bewundern. Große Fotos von denen stehen auf einer Staffelei. Sie kommen nicht, sind noch dabei, sich als kleine Familie zurechtzuruckeln, das braucht ein wenig dreisame Zeit.

Heute gibt es wieder einige Stunden Hardcorespringtime, also raus!