Wenn ich meine tausend Bücher mit dem Schnitt nach vorne legen würde, käme tatsächlich eine bändchenrausguckende Mängelstempelexemplarsansammlung dabei raus. Das sähe nicht gut aus. Schräg und gebraucht, billig irgendwie. Also denke ich gar nicht erst darüber nach.

Meine aktuelle Lektüre trägt seitlich nur ein seidiges Bändchen, dafür herrlich verbotene Ausdrücke, die mir von den Hauptschülern vor Jahren noch im Ohr liegen. Manche moderner, also nicht mehr so das Pissnelkenniveau, eher härter, verfickter, ein Ritt voller Wut und Geheul, aber auch zarte Supermarktmodebloganwandlungen. Heftiges Drinabtauchen, beim Kopfheben der Vogelzwitscherfrühlingsgarten ohne Hundekacke und AA-Gruppengebete.

Wer in Berlin lebt, kennt sicher fast alles, dazu noch die sinnlichen Eindrücke, voll reinknallend:

Licht über dem Wedding -von Nicola Karlsson, selbst erworben, da es sich irgendwo genau so leselecker anhörte, wie es tatsächlich ist.

Die Schwingen der Krähe über ihr.

(Letzter Satz!)