Das Braunblattmülleimerchen im Zimmerpflanzenüberwinterungszimmer füllt sich. Fettpflanzenblattstände sehen wieder aufgepolsterter aus, Kakteen bekommen so Dinger. Nur zart angießen jetzt.

In der alten Mühle bei der Freundin gesessen, gegenüber dem Afrikatigersofa und zierlich das Tässchen. Nicht lange plaudern wir über das Fernland und mangelhaft qualitätsnachlassende Schließmuskel, eher über ins Visier geratende Sonnenstrahlen und ein Gärtnereicafe, welches im März wieder öffnet und den schönen Namen „Augenwaide“ trägt. Man sitzt im Blumenduft, ähnlich wie beim Münchner Seebauer.

Was man von hier aus sehen kann, das lese ich derzeit. Wo immer jemand stirbt, wenn eine vom Okapi träumt. Auf welche Ideen man so kommt.

Ein winziges Babyskelettchen fand man im Blumentopf einer jungen Frau, was auch eine Idee gewesen ist und heute in der Zeitung stand. Ein Polizistenwühlkommando könnte lange suchen im Überwinterungszimmer, dazu angestiftet von einer Verwandten: was gäbe es für Romane zu schreiben!

Mein Gastgeschenk an die Mühlenfreundin waren lila gefüllte Primelchen, die mir ein schmatzender Blumenhändler aus nordischen Ländern verkaufte. Schön Weichpapier drum und bastiges Gefasere.