Nein, mein Inneres ist nicht verödet. Im Gegenteil, es huscht und rutscht und sinnt, manchmal rast es heiß und tobt und flickt mit Zitterfingern einen Träger an die schwarze Schürze vom Sternekochtraining, lange her. Die Schürze schon leicht morsch, trotzdem wertgeschätzt und oft benutzt.

Beim Einkaufen dieser grimmige Jogginghosenträger, der seine Bitterfrau alles einräumen lässt, Raucherhustenuntermalt. Ich hätte grell lachen können, durchgeknallt mit Keksen werfen, mit Klopapier und Salatherzen. Die Fachklinik ist nicht weit.

Stattdessen habe ich mir böse die beiden nackig vorgestellt, und sie muss ihm immerzu helfen.

Achtung, guck bloß nicht mit Geringschätzung auf solche Menschen. Du hast keine Ahnung, was für ein heftiges Schicksal die eventuell bewältigen müssen!

Trotzdem kam der dürre, alte Modeschöpfer zum Discounterparkplatz und sprach sein Machtwort gegen die Jogginghose. (Wer eine solche trägt, hat sein Leben nicht mehr im Griff – oder so ähnlich).

Lassen wir das.

P.S.: Ein kurzes Gespräch eines Geldtransportermannes mit der Frau an der Kasse:

Er: Boah, do warn es heud morjche minus 18 Grad!

Sie: Seien se ruhisch, isch brauch den Scheiß net!