Das Lachen sei eine verheerende Waffe, las ich irgendwo. Szenen kommen vor mein inneres Auge, ein lachendes Erschießungskommando, oder diese Postkarte, auf der ein ungemütlich aussehender Familienvater seine Leute unter einem Felsen fotografiert und ruft: Ihr könnt ja doch lachen!! – Was er nicht sieht: den großen Stein, der gleich auf ihn donnert von oben runter.

Und ich stelle mir den ollen Ortsnazi vor, dem alles Gelächter verdächtig ist. Überhaupt alle, die sich schrecklich ernst nehmen, niemals über sich selbst lachen…

In meiner Familie wurde viel gelacht, doch nur, bis das Türschloss ging und der Vater heim kam. Erstarrung, Salzsäulenfeeling.

Am Tisch sitzen und beim Kaffeetrinken Kuchenkrümel in die Gegend prusten, herrlich. Der Vater lachte später mit, altersweise geworden und vorlieblich über seinen eigenen tiefschwarzen Humor.

Der Enkel lachte gestern entzückt auf beim Herausfinden von Brech- und Knalleis. In der Vogeltränke gab es Experimente. Eisscheiben mit Körnerpünktchen, schnell und immer wieder hergestellt.

Das Gesicht in die Sonne halten. –