Ein paar feine Tässchen Stilltee kann ich mir noch bereiten, kümmelig, anisig, himbeerblättrig gelbgrünlich, seit fünf Jahren noch in der Küchenschrankecke, nun bei Radiorentnerlautstärke eingeschlürft. Dabei grübelnd, was eine transportable Analdusche ist, was mir heute Abend in der Sendung „Nachtsicht“ im Bayernfernsehen von einer um tausend Peinlichkeiten wissenden jungen Frau erklärt werden wird.

Das um sich greifende Altern macht mir schwer zu schaffen, vielleicht habe ich mich beim Feiern des achtzigjährigen Geburtstages mit Entsprechendem angesteckt. Zweimal musste der Notarzt kommen, weil eine siebenundneunzigjährige Dame umgekippt ist. In Ermangelung von Verwandten gab sie ihren Handtascheninhalt, wozu auch ihr Sparbuch gehörte, einer zufällig anwesenden Krankenschwester,die nun damit herumfährt. Die Tage des Alleinlebens sind für die alte Frau nun gezählt, denn wenn sie entlassen wird und daheim niemand ist, …man kennt das. Das Sparbuch wird an entsprechende Stelle gelangen.

Vielleicht bewirkt der Stilltee spritzige Lebensart – oder zumindest Anfälle mit Anmutungen deftiger Springseil- oder Treppenhupfübungen.

„Hupfdohle“ – wer sagte das so gerne? Der, der auch „Gewürzprüfer“ statt Nase sagte, oder „Wir satteln die Hühner und reiten nach Texas!“

Ich sollte mich mal wieder verstärkt in meiner Peer Group umschauen.