Atme und trage die Herbstzeitlosenkleider. Die haben das zarte Lila oder das Rentnerkackbeige, meinetwegen. Rühre zimtduftige Teige. Entkruste die Waldsternbärchenförmchen. Sei Großmutter. Extra dieses neue Berbenmakeup, das nicht in den Fältchen sich sammelt und über sieben Tage konstant überm Halstüchlein friert. Die Wechselwissenschaftler wollen dich nicht mehr billigfliegen und Autofahren lassen, die reden von einstürzenden Bergen und ausgetrockneten Flussbetten. Soll man die so bitter lassen? Alte Musik von Jethro Tull oder vom knallschönen Ringsgeorg lässt deine Kartoffelstampfküche beben, erst recht, wenn die Gelenkbusse vorbeifahren. Wann der Metallschrottsammler wohl das Licht der Lumpenwelt erblickt hat? Ob er seine Babyaugen gleich wieder geschlossen oder im Gegenteil weit aufgerissen hat? Jedenfalls schreit er über die ganze Straße. Meist kommen die aus Ludwigshafen, ziehen abends ihre Anzüge an und gehen zum Kulturprogramm.

Meine Mutter ist schon lange tot, starb auch in dieser Lumpenstadt, die Gerüche der Chemiefabrik vorm Fenster. So hell und furchtsam ihre wässrigen Augen zuletzt. Meine Hand will sie nicht.

Zuflucht suchen, Katzen betrachten.

In die Küche gehen, Kamillentee kochen, ein Eilein vielleicht. Die Müslipackung in Fetzen reißen. Letzte Flöckchen birchern hintern Herd. Ach, komm, doch lieber Kaffee!