Ich erinnere mich, wie lang Oscar Levants Klavierstücke waren.

Ich erinnere mich, dass ich mich fragte, ob Mädchen auch furzen.

Ich erinnere mich, dass über dem Fernseher ein Teller an der Wand hing mit dem Spruch: „Gott segne unser Haus samt seiner Hypothek darauf“.

Ich erinnere mich daran, dass ich mir trockenen Teppichkleber von den Fingern lutschte. (Lecker!)

Ich erinnere mich an Le Metro. (Ein Café an der Second Avenue mit Dichterlesungen auf dem Programm.) An Paul Blackburn. Und Diane di Prima, die auf einem Flügel saß und ihre Gedichte vorlas.

Ich erinnere mich an kleine Sahnekännchen in Restaurants.

Ich erinnere mich an Gugelhupfkuchen, und dass ich mich fragte, ob das Loch in der Mitte wirklich notwendig war.

(Aus: „Ich erinnere mich“ von Joe Brainard. Walde+Graf Verlag Zürich 2011)