Endlich die Ginkgoblätter aus dem feuchten Lerchennadelgemisch geklaubt, säuberlich verlesen, geglättet in Saugpapier gelegt. Irgendwann kleine gelbe Briefzugaben! Nicht zu pressen ist die herrliche weiße Gladiole, die so einzeln vor sich hin blüht, und das Anfang November.

Vor dem Stadtgang mit dem Enkel schleppt er mir die geflochtenen bronzefarbenen Großmutterbequemschuhe herbei, und hat sich genau die Erledigungspunkte gemerkt, so dass ich keinen Zettel benötige. Klare Ansagen. Die Zauberkleiderfrau treffen wir leider nicht, dafür den Sonderhutmann mit dem jagdhundblickigen Königspudel. Mann und Hund schweigen, schauen dabei äußerst freundlich in die Welt, ganz ohne Wischapparaturen. Brav sind sie im Cafe, Hund und Enkel, sich gegenseitig wohlwollend betrachtend.

Einen Apfelkuchen (sehr fein) gebacken mit großem Anteil Buchweizenmehl, was dem Gebäck einen guten Feingeschmack gibt, wie auch die zerkleinerten Walnüsse, bisschen Braunzucker drüber und winzige Butterflöckchen. Der Duft im Haus: unbeschreiblich!

Es gibt derzeit Dinge und Geschehnisse, die machen mentales Kleinholz aus mir, aber wem geschieht dies nicht selber ab und zu!

Noch schnell im Vorabenddunkel die Gladiole betrachten!