Nicht auf den Sockel der Schlaflosen. Nicht in die Räume der Nachtwandler, der Schlafgestörten. Da will ich nicht dazugehören. Geliebte Tiefschläfe, manchmal wie Narkose, Lachgasträume – explodierend wie Frühstückskaffeesprengsätze. Kein Käse gefriert an den Füßen, die wolleumhüllte Wärmflasche verhindert Ungeborgenseinsgefühle. Oder manchmal ein Streicheln. Man muss mich zart anpacken, bloß nicht in eine bestimmte Richtung zerren wollen.

Wenn das letzte Elternteil plötzlich gegangen ist, nachdem es zum ersten Mal nicht auf den Dürkheimer Wurstmarkt mehr konnte, ergeben sich sonderbare dachlose Zustände.

„Wie ich einmal auszog, den Tod kennenzulernen, und dabei eine Menge über das Leben erfuhr“ (Ilka Piepgras), so hieß meine tägliche Lektüre schon im Sauerlandurlaub kurz davor. Wo uns die Nachricht aufscheuchte vom Tod des Vaters, uns Schwestern. In unseres Bruderarm war er gestorben und wollte doch noch kurz was sagen.

Eine Menge über das Leben erfahren, das wäre wie Tauwetter am Ostersonntag und an Kanadas Stränden Treibholz zu wilden Tieren schnitzen.

Ja, ich will – was soll man sonst sagen! –