Sommer, noch nicht unhaltbar entschwunden.

Der Besuch gestern, das schöne, muntere Geplauder beim Kaffee unterm Nussbaum.

Von den Winzerhöfen zogen Mostschwaden mit erdigem Abgang zu uns, die wir von alten WG-Zeiten erzählten, was damals geschah, als wir noch von Unsterblichkeitsgedanken so frech und revolutionär protzig das Proletariat verehrten, Bella Ciao sangen. Nach den Architekten der Einfamilienhäuser Ausschau hielten wenig später, und die Altersmarotten der Eltern belächelten. Die Töne wurden leiser, nun zogen die Wilden Schwäne schräg an den Karriereleiterchen vorbei und sie haben den Willy erschlagen.

Derlei Dinge kamen zur Sprache, samt den entzückenden Marotten der Enkelchen.

Die damals fetzenden Sprüche eines gemeinsamen Therapeuten. Ich war die Geierwally, die anderen Gandhis Essensträger, die Nutten mit dem Mercedes-Coupe, der Steuerfahnder vom Kaiserstraßenpuff, für jeden gab es empörende Titulierungen, die schnell und bombastisch eingefahrene Muster platzen ließen. Viele machten auf dem Absatz kehrt, erst recht, nachdem sie das bioenergetische Urgeschrei gehört hatten in den Gestaltgruppen.

Wir haben viel gelernt, können in aller Ruhe Nüsse sammeln und ganz bewusst den Dreck weglassen. Für einen Sonntagnachmittag lang.