Eigentlich wollte ich diesen Polizeiruf anschauen heute Abend. Des wunderbaren Schauspielers wegen. Geht aber nicht, habe irgendwo über den Inhalt gelesen: ich vertrage nix Brutales, auch wenn ich leidlich erwachsen bin und weiß, dass es nur…und so weiter.

Stattdessen das nächste Buch. Eine Zeile daraus: „Was tue ich überhaupt auf dieser Welt, wenn ich am Ende sowieso sterbe?“ – Es geht um das Sterben eines klugen, alten Mannes, der sich selbt zu Tode bringen will. Die junge Krankenschwester, die es in der Onkologie nicht mehr ausgehalten hat, ist bei ihm und beschreibt den Prozess und das Drumherum. (Martina Rutschmann: „Durstig“. Zytglogge Basel 2017).

Dieser kleine Fliegenschiss. Wir, in Zeit und Raum.

Im Polizeiruf hätte ich`s vielleicht auch gefunden, das, was Sinn macht. Ich will es ohne Blut und Brutalität.

So lese ich ohne Durst weiter in „Durstig“.-