Im Traum sah ich den Eingang des Ladies Jazzclub, in den jede ihren jeweiligen Galan mitbringen durfte.

Am Morgen reiße ich rumliegende Altiblättchen heran, fächle damit Gesicht und Hals frisch. Die gelben Reclambändchen eignen sich nicht.

Die Handtücher mürben sich in die Maschine, der Zuccinibratspritzherd ist noch nicht geputzt. Erstmal etwas frühstücken und die Frankfurter Anthologie lesen. Damals, als Samstags noch Schule war, las ich das in der ersten großen Pause: so lange gibt es das schon. Meine Liebe zu den Gedichten wurde anständig befeuert.

Angst vor Feuer. Vor Wasser. Vor dem Zustand der Welt.

Obwohl: wenn ich den Medien entsagte, käme mir kaum was Schlimmes in den Sinn. Las ich doch soeben von einer Künstlerin, die alte, für den Container bestimmte Bibeln für ein Kunstwerk, das die Verbundenheit zweier Kirchen symbolisieren soll, zerlegen will, das nicht tun darf, weil irgendwelche Kirchenmenschen es für schändlich halten, Missbrauch dieser, wie gesagt, für`s Altpapier bestimmten Werke. Das finde ich enorm plastisch überdeutlich peinlich für die, die zum geplanten Kunstwerk „Nein!“ sagen.

Lebte ich in besagter Höhle im Sumpfwald von Louisiana, hätte mich das Glühaugenkrokodil ohne Plastikstrohhalm längst verschlungen, nicht ich solche Meldungen.