„…Ich stelle auch mit Erschrecken fest, dass seit Jahren in der deutschen Gegenwartsprosa eher der Institutsjargon gepflegt wird. Und Herzsätze, Herzverrücktheit, Ausbruch, Glut werden verworfen. Ich übersetze das Schöne hier in das Ungebärdige, in das Ungestüme, in das Nicht-Formatierte. Das Format ist leider eigentlich unförmig, ungelenk, abgepaust, nachgeplapperte, tausendmal gelesen. Das wird goutiert. Wir haben es also heute auch in der Kultur mit einem Tüv zu tun.“

(Aus einem Interview mit Feridun Zaimoglu. Stefanie Schütte im FAZ-Magazin April 2018)