Durch das Fühlen eines Insekts auf der Zunge gelernt, nachts das Wasserglas neben dem Bett abzudecken. Besser noch, eine Flasche mit Schraubverschluss verwenden. Die Hand des Lebensgefährten nehmen und pfeifen, wenn er schnarcht. Ist er ruhig, geht das Geträume los. Nichts mehr wissen vom Lidergezucke am Morgen. Nur die letzten Traumfetzchen lassen sich erinnern. Diese Landrätin in der roten Bluse, die mit Hetären gewaltige Feuer umtanzt, oder der Polanski in der Kutsche, dem das Gebiss rausfällt im Geschwindigkeitsrausch. Danke Gott, dass es nicht Kinski war. Oder der Herr Geheimrat im Satinbademantel. Ach, der wäre ja noch gegangen. Walser mit den Ausuferaugenbrauen ebenfalls.

Sei froh, dass du mit Ochsenblut eingerieben wirst und nicht mit Frau-Holle-Pech.

Irgendwo hörte ich, dass wir das Wörtchen „und“ nicht denken. Nie. Aber sagen, aber schreiben.

Und träumen: farbig oder grau?