In irgendeinem Blog las ich für das Schiefblattblümchen den Namen Forellenblume. Auch schön. Im uralten Hallwagbüchlein finde ich jede Menge seltsamster Bezeichnungen für, ja, allein für Zimmerpflanzen:

Metzgerpalme, Nickende Billbergie, Sauergras und Aschenpflanze, Lippenblütler Javas, Seeigelkaktus und Blutblume, Hundsgiftgewächs und Pfeffergesicht, Chineserprimel und Dreimasterblume.

Streunend auf dunstigen Vulkaninseln, gejagt von Robinsonphantasien, gerade heute am Freitag, sehe ich mich wieder als fremdgängerische dürre Inhaberin einer verschwiegenen Frauentrattoria. Kurz vorm Wonneproppenmilchspritzgebirge liegt sie in der schwülen Bucht von Heppmania.

Wie meinte Herr Geheimrat: „Was hilft es mir, gutes Eisen zu fabrizieren, wenn mein eigenes Inneres voller Schlacken ist?“

Manchmal suhle ich gerne in den Schlacken, manchmal lassen sie mich zornesheiß und auf „Start!“ sprinten, trotz Großmutterhintern und Lahmschwimmbeinen.

Teetassen versehentlich umschmeißen, gleichzeitig aufs Easyriderdröhnbike springen und „Los!“, dabei barfuß an Marionetten in Prag denken und wie der behäbige Sachse seine Frau aus dem Gesummselladen rief: Muddi, gumm jetze!