Bin ich denn ein Kerl? Ein alter Sorgenfaltenspitzbube? Tatsächlich wächst im zarten Wangenflaum ein schwarzes kräftige Borstenhaar. Oh Mann!

„Back deinen Mann glücklich!“ lese ich auf einer Fußballkuchenfertigteigpackung vom Doktor aus Bielefeld. Das könnte ich der alten Therapeutin schicken, die meinte, meine heiligste Aufgabe im Ruhestand sei es ja nun, meinem Manne das Leben schön zu machen.

Außerdem fürchte ich nächtens immer, auf halblebige Wespen, Bienen oder Hummeln zu treten. Schaudernd steigen meine Fronthaare auf und Gänsehaut schickert die Arme hoch und runter.

Mit dem Enkel erschrecke ich gar fürchterlich, als drei Hunde um die Ecke kommen, meterweit vor ihrem Frauchen. Später erklärt der Kleine: Oma, weißt du, dass die Hunde von den Wölfen abgestampft sind?

Und er hat einen jungen männlichen Erzieher im Kindergarten, dem gegenüber er skeptisch bleibt. Die vaterlosen Jungs aber drängeln sich nur so. Ist wohl normal.

Nun werde ich mal überlegen, wie das Hormonhärchen zu entfernen ist.