Michael Rutschky ist gestorben. Er hat immer so schön die Dinge beschrieben, die er nicht länger in seinem Besitz haben wollte: Briefbeschwerer, Väschen und so allerhand Zeugs. Über seinen Tod steht was im Ortheil-Blog. Sicher gibt es auch Nachrufe.

Vorhin aßen wir Kartoffelgratin mit Rosenkohl und Rohkost.

Früher wollte ich eine Frisur haben wie Jane Fonda. Und rappeldürr sein wie Geraldine Chaplin. Heute wäre Marianne Sägebrecht froh mit mir.

Die Meldung des Tages war, dass ein 88-jähriger Mensch sechs Uniabschlüsse gemacht hat zeit seines Ruhestands. Er wollte der Wartezimmerhockerei etwas entgegen setzen.

Was war noch: den Bücherschrank an der Simultankirche im Nachbarort gut befüllt, nur drei dünne alte Insel-Büchereichenbändchen  in meiner LKW-Altplanentasche nach Hause mitgenommen.

Die Menschen um mich herum lesen keine Gedichte, um so wüster treiben sie es in meinen Träumen. Ich denke mir ein Cafe, in dem es nur Eierlikörtorte und Lyrikbände gibt. Keine Sahne.

Das mit dem Pralinenabo für ein Jahr überlege ich mir nochmal. Lieber eine Philosophiezeitschrift voller Baumhausideen mit Thea Dorn und so. „Element of Crime“- Musik höre ich im Hintergrund.-