Das Erdenleben birgt Überraschungen noch und noch. So hörte ich gestern den Satz, dass in den Koffer eines Missbrauchsopfers immer ein Vibrator gehöre. Mir fällt das Gebüsch am Philosophenweg in Heidelberg ein, wo ich als unerfahrene Fastjungfrau einen labberigen fleischfarbenen Gürtel fand mit einem langen rosa Zapfen dran. Die Komik beim Heraustreten und Hochhalten. Dergleichen zum ersten Mal sehen und vom faulsaufenden Jurastudenten erfahren, um was es sich handelt. Seiner Ekelempfehlung folgen und das Ding wieder ins räudige Wäldchen werfen.

Froh sein, dass ich nicht all diese Menschen in den Städten betrachten muss, die mit dem gebeugten Nacken und den Wisch- und Klickfingern. Versunken in eine Welt, die unter keinem Philosophenbusch zu finden ist.

Diese Stille. Diese feinen zwei Spechte, die jeden Morgen zu Besuch kommen. Kein Lüster hier, kein Lümmel, die Vormittagseinsamkeit in vollen Zügen genießen. Es gibt sogar Einsprengsel von Sonne.

Über das Wort „geflissentlich“ nachdenken. Über diesen vorauseilenden Gehorsam, dem ich so manches Mal noch wirkungsvolle Hürden, oder besser Sperren bauen muss!

Meine Mutter fällt mir ein, wie sie sich die Lust verbot. Nach ihrem Tod kein solches Spielzeug gefunden. Lediglich ein Tagebuch mit Klagen und dem Wetterbericht.

Es soll wieder eine Kälte kommen, da würde ich ins Büchlein schreiben: Hört das denn nie auf…