Mit seinen kleinen Schneeschiebern kratzt der Enkel im Hof herum, baut sorgsam einen Halbmeterschneemann. Augen keine Eierkohlen, sondern Sonnenblumenkerne, was leicht asiatisch aussieht. Nase Kieselstein vom Rhein, Mund ein altes Samenständchen, schön geschwungen.

Mich kratzt grad kein Gebrechen. Der heiße Finger verheilt auf löbliche Art und Weise. Am Komposthaufen verjagt eine dicke Drossel fürwitzige Spatzen. Herrscherin über alte Reiskörner und Kaffeefilterinhalt.

Entzückt blättere ich im Kaffeetischchenbuch über das „Altweiberwohnen“. Ein so zu Zukünften passendes Buch hatte ich lange nicht!

Zum Lachen am Ende das „Literarische Quartett“ gestern Abend im Zweiten. Es war kein Wort mehr zu verstehen, der Moderator lümmelte sich ratlos und haareraufend. Entsprechend verstrubbelt seine zahmen Worte am Ende.

In der Nacht darauf die Frisierträume, und am Gatter einer großen Pferdewiese plapperte die Gutsverwalterin in meinem Namen wilde Tausendsassaworte, großspurig zum Horizont weisend.

Ich sollte mal wieder zum Mopsbeutelfledermauswald fahren und viele Grußpostkarten in frühlingsgrünen Umschlägen verschicken, ich Schneebrettgroßmama.